Frequently asked questions (FAQ) rund um die TGT® Methode
- Ich bin kein Reitlehrer oder Ausbilder. Kann ich dennoch die TGT®-Methode Bodenschule und auch Reiten im Trainermodul bei Peter Kreinberg absolvieren? Nur für mich und mein Pferd?
Ja, das ist möglich. Man kann an dieser TGT®-Ausbildung auch teilnehmen, ohne die Prüfung zu absolvieren. In diesem Fall ist man nach Beendigung des Ausbildungsseminars aber kein/e lizenzierte/r TGT®-Trainer/in und hat somit auch nicht das Recht, die Marke TGT® zu nutzen. Man kann die praktischen Inhalte aber zur Verfeinerung der eigenen Horsemanship oder zur eigenen reiterlichen Verbesserung mit nach Hause nehmen. Es ist dann wie ein Intensiv-Seminar zu betrachten. Zur Teilnahme an der Ausbildung TGT® Reiten I (auch wenn man die Prüfung nicht absolvieren möchte) ist die Teilnahme an dem Ausbildungsmodul TGT® Bodenschule Voraussetzung.
- Wo finde ich heraus, ob es bei mir in der Region eine/n TGT®-Trainer/in gibt, bei der ich evtl. Unterricht nehmen kann?
Auf der TGT®-Trainerliste sind alle von Peter Kreinberg geschulten und lizensierten TGT®-Trainer/innen nach PLZ sortiert aufgelistet. TGT® Trainerliste hier!
- Kann ich die Ausbildung zur lizenzierten TGT® -Trainerin auch mit einem jungen, 3-jährigen Pferd absolvieren?
Grundsätzlich ja. Als Lernende ist es sicher etwas einfacher die neuen Bewegungsabläufe (Körperbewusstsein & Motorik) mit einem soliden Pferd zu durchlaufen. Aber auch mit einem jungen Pferd ist dies möglich, hängt von der eigenen Erfahrung mit Pferden ab und vom Typ des individuellen Tieres. Damit das junge Pferd im Seminar nicht überfordert ist sollte es folgende Dinge schon erlernt haben: es müsste halfterführig sein und in einer Halle mit drei bis vier anderen Reiter-Pferd-Paaren kontrolliert zu führen sein. Berührungen am Körper, Putzen, Hufe geben etc. sollte es im Alltag schon akzeptieren. Hilfreich ist es, wenn das Pferd mit dem Hänger schon mal an einen fremden Reitstall gefahren wurde. Dort kann man sehen wie 'gelassen' es mit Veränderungen umgeht oder welche Probleme auftreten. Wir arbeiten in dem Seminar in kurzen Übungseinheiten mehrmals am Tag, so dass die Pferde mental wach und motiviert bleiben. Zwischendurch erhalten die Pferd immer wieder Pausen. Jungpferde sind willkommen; keine sogenannten Problempferde. Der Schwerpunkt der Ausbildung TGT® Bodenschule liegt darauf, die TGT®-Methode in Theorie und Praxis fundiert zu lernen und umsetzen zu können.
Gerne helfen wir Ihnen bei der Anmeldung zur TGT®-Trainerausbildung, wenn Fragen auftreten.
- Wie wird die Methode in der Breite vermittelt?
Sie wird in zielgruppengerechter Aufbereitung nach den Prinzipen moderner Sportpädagogik von TGT® Trainern und direkt von Peter Kreinberg weitervermittelt.
Sie kann in Form regelmäßigen Unterrichts ein- oder zweimal in der Woche mit einem TGT® Trainer vor Ort durchgeführt werden und engagierten Pferdeleuten mit ihren Pferden auf diese Weise bei einer kontinuierlichen Verbesserung ihrer Fertigkeiten behilflich sein.
Sie ist besonders gut für angeleitetes Lernen in Kursen und Seminaren im Wechsel mit autodidaktischer Arbeit geeignet. Diese Form der Weiterbildung ist heute weit verbreitet und hat sich für Pferdebesitzer und Individualreiter besonders bewährt.
Die TGT Trainerseminare Bodenschule können auch von ‚normalen‘ Pferdebesitzern ohne Trainerambitionen gebucht werden. Hier entfällt die Prüfung am Ende der Seminarstaffel sowie das Unterrichten der Methode. Der Pferdebesitzer ohne Lehrambitionen wird im zweiten Modul der TGT Trainerausbildung mit Peter Kreinberg von den angehenden TGT Trainern unterrichtet. Dies gibt zusätzliche Praxis und hat sich sehr bewährt. Dies ist ein außergewöhnlich intensives Erlernen der TGT Methode Bodenschule für Mensch und Pferd.
- Wer lehrt die Methode?
Zertifizierte TGT® Trainer in den Bereichen TGT® Bodenschule, Reiten vermitteln die Methode. Seit 2006 gibt es das TGT® Trainer-Netzwerk. Die Trainer erlernen in Theorie und Praxis die Inhalte der Bodenschule und ihre korrekte Vermittlung. Nach absolvierter Abschlussprüfung erhalten Sie ein Zertifikat.
• Das Zertifikat „Bodenschule“ und eine entsprechende reiterliche Praxis sind Voraussetzung für die Teilnahme an der Trainerschulung für TGT® Reiten.
• ein Abschluss mit Zertifikat ist dann wiederum Voraussetzung für weiterführende TGT-Weiterbildungen.
• Alle zertifizierten TGT® Trainer sollen ihr individuelles, persönliches und reitfachliches Profil in verschieden Reitweisen, im Breitensport oder gar im Leistungssport erhalten.
TGT® Trainer sind verpflichtet die Inhalte der The-Gentle-Touch®-Methode übereinstimmend zu lehren und diese in Theorie und Praxis authentisch weiterzuvermitteln. In jährlichen Sichtungs-/Weiterbildungsseminaren bei Peter Kreinberg wird der Ausbildungsstand der TGT Trainer überprüft, verfeinert und weiterentwickelt. Lizenzverlängerungen sind von der erfolgreichen Teilnahme an diesen Sichtungen abhängig.
- An wen kann ich mich wenden, wenn ich Lob oder Kritik über einen Trainer abgeben möchte?
Reitschüler und Kunden haben die Möglichkeit, in einem „Feedback-Bewertungsbogen“ ihre Eindrücke und den Grad der Zufriedenheit direkt an die The-Gentle-Touch®-Zentrale weiterzuleiten. Diese Maßnahmen dienen dazu, einen entsprechend hohen Qualitätsstandard bei den TGT-Ausbildern zu sichern. Die Bewertungen werden vertraulich behandelt.
Hier geht es zum Bewertungsbogen!
- Wo kann man die Methode erlernen?
Die TGT-Methode wird von Peter Kreinberg bundesweit und in der Schweiz angeboten.
Seine TGT® Trainerseminare finden auf unterschiedlichen Kursanlagen statt und können für folgende Pferdefreunde interessant sein, meist eine Staffel im Raum Hamburg und eine in NRW.
- Läßt sich die Methode mit anderen Reitweisen verbinden?
• Ja, denn es werden fundamentale Fertigkeiten universeller Horsemanship vermittelt (Verständnis, Kommunikationstechniken, Gefühl, zweckmäßige Bewegungsschulung);
• ja, denn die Grundfertigkeiten einer pferdegerechten Universalreitweise unter Anwendung von Standardausrüstung kann als Fundament für jede Reitweise dienen;
• ja, sie ist unter Berücksichtigung der Individualität eines jeden Pferdes für jede Pferderasse anzuwenden;
• ja, sie kann unabhängig von verschiedenen Reitweisen bei der Korrektur von Fehlhaltungen oder Verhaltensmustern gute Dienste leisten;
• ja, sie kann für die FN-Sportreitweise in Dressur und Springen Grundlagen für eine korrekte Umsetzung der „FN-Skala der Ausbildung“ schaffen und zu einer generell besseren Verständigung zwischen Reiter und Pferd beitragen;
• ja, sie bietet alle Voraussetzungen für technisch fein abgestimmtes Westernreiten;
• ja, sie kann ideale Grundlagen für die Arbeit im Sinne klassischer Barockreiterei schaffen;
• ja, sie kann zur systematischen Vorbereitung auf die FN-Gelassenheitsprüfung an der Hand und unter dem Reiter eingesetzt werden;
• ja, denn Betriebsleiter, Züchter und Ausbilder des Hannoveraner Verbandes arbeiten unter anderem mit der TGT-Methode im Rahmen des Projektes „Hannoveraner erleben“;
• ja, sie trägt generell zur Verbesserung der allgemeinen Umgangsformen sowie von Balance, Takt, Losgelassenheit und Hilfenverständnis bei.
- Wem kann die TGT-Methode besonders nützlich sein?
Sie kann ebenso von Erholung suchenden Reitern ohne leistungssportliche Ambitionen sinnvoll angewandt werden wie auch von Sportreitern, denen ein gefühlvoller, fairer und zwangloser Umgang mit gelasseneren Pferden wichtig ist.
Man kann mit ihrer Hilfe anspruchsvolles, pferdegerechtes Reiten bis auf höchstes Niveau praktizieren.
• Jugendliche können mit ihrer Hilfe spielerisch an ein systematisches Lernen mit Pferden herangeführt werden.
• Reiter und Pferdebesitzer jeglichen Ausbildungsstandes erlernen diejenigen Umgangsformen, die bei Pferden dauerhaft zu „guten Manieren“ an der Hand und unter dem Reiter führen, oder verbessern ihre Horsemanship.
• Pferdebesitzer oder Ausbilder, die sich mit Pferden befassen, die zeitweilig ängstlich, unsicher, eigenwillig oder widersetzlich reagieren, finden eine Fülle von sinnvollen Lösungsansätzen für diese.
• Reitern und Pferden mit körperlichen Verspannungen, Blockaden und Fehlhaltungen zeigt die TGT- Methode Wege auf, um sie zu einer zwanglosen Lockerheit und Losgelassenheit gelangen zu lassen.
Jedermann kann mit dieser Methode lernen, wie die „Idee des Menschen zur Idee des Pferdes wird“.
- Warum der Name The Gentle Touch®?
Es handelt sich bei dieser Methode um ein systematisches Ausbildungsprogramm der „offenen Hand“. Damit wird zunächst einmal Offenheit gegenüber allen Reitweisen, Pferderassen und Verwendungszwecken in Freizeit- und Sportreiterei symbolisiert. In der praktischen Umsetzung ist bewußt eine sanfte, kommunikative und zwangfreie Anwendung von Ausbildungstechniken und Ausrüstungsgegenständen gemeint. Dabei steht die „offene Hand“ als Symbol für eine sanfte, (nach)gebende und einfühlsame Einflußnahme. Diese Symbolik beschränkt sich nicht nur auf Einwirkung mit den Händen, sondern sie bezieht sich auch auf alle anderen Bereiche der direkten und indirekten Kontaktpflege mit dem Pferd.
Die The-Gentle-Touch®-Methode sieht sich bewusst im Gegensatz zu den heute in allen Reitstilen im Pferdesport und in der Freizeitreiterei weit verbreiteten, mechanisch-kraftorientierten Umgangsmethoden und Reittechniken der „geschlossenen Faust“.
Sie möchte gezielt aufklären und den Blick für die tatsächlichen Bedürfnisse und Befindlichkeiten der Pferde schärfen. Sie will verdeutlichen, daß auf viele gängige Zwangsmittel, Hilfsmittel, „Neuerungen“ verzichtet werden kann, wenn mit Intelligenz und Gefühl nach Lösungen gesucht wird.
Der Name bringt darüber hinaus bewußt eine bestimmte Grundeinstellung zum Ausdruck. Stets soll der Umgang mit dem Pferd freundlich, fair, kompetent und diszipliniert stattfinden, in der Manier von Gentlemen also.
Frei von falschem Ehrgeiz wird die optimale Harmonisierung der Mensch-Pferd-Beziehung angestrebt. Die „feine Art des Umgangs“, früher einmal das Markenzeichen der Gentleman-Reiter, kommt heute ganz besonders Mädchen und Frauen entgegen, schließlich sind fast 75% aller pferdebegeisterten Menschen weiblichen Geschlechts.
- Ist die TGT Methode für gerittene oder junge Pferde gedacht?
Die Methode ist sowohl für junge, ungerittene Pferde wie auch für ältere Pferde geeignet. Bei gerittenen Pferden kann die Bodenarbeit parallel zum Reiten praktiziert werden.
Die Bodenschule dient dazu, die Grundlagen von Verständnis, Verständigung und Gefühl zu entwickeln und sie ist ein sinnvolles Mittel der Erziehung zu guten Umgangsformen, sowohl des Pferdes wie des Menschen. Sie schafft die Basis für gute und Harmonische Horsemanship.
Diese Fragen wurden Ihnen von Peter Kreinberg beantwortet!