Osteopathie TGT® "touchwell"

„Ein Muskel kann sich nicht immer selbst heilen, manchmal benötigt er Hilfe.“
Sehnen, Muskeln, Gelenke, Fascien oder andere Gewebestrukturen - alles im Körper ist miteinander verbunden und hat Einfluss auf einander. Foto: Plamböck
Ein ungestörtes Muskelsystem ermöglicht es dem Pferd, sich effizient, geschmeidig und schmerzfrei zu bewegen. Vor allem für die Bewegung unter dem Sattel und unter dem Reiter ist dies wichtig, da hier zusätzlich Aspekte wie Reiterbalance oder Ausrüstung einwirken.
Über 250 Muskeln bewegen das Pferd. Sie funktionieren im positiven Zusammenspiel miteinander wie ein Uhrwerk und haben immer das Wohl des Gesamtorganismus im Sinn. So kann es zu Störungen oder Überlastungen an einzelnen Muskeln (Zahnrädern im Uhrwerk) kommen, die der Körper opfert, um eine wichtigere Region zu schützen. Der Körper kompensiert vieles, um den Gesamtorganismus am „Laufen“ zu halten.
Jede einzelne Einschränkung der Muskeln beeinflusst aber immer auf Dauer oder sofort den ganzen Bewegungsapparat. Der Körper des Pferdes verfügt zwar über gewisse Selbstheilungs-Mechanismen, die gestörte oder verletzte Muskulatur wieder herstellen können. Doch nicht immer sind diese ausreichend, um eine eingeschränkte Muskelfunktion komplett zu regenerieren. Hier ist – wie auch beim Menschen – Hilfe von außen nötig. Diagnostik und Ursachenforschung: Probleme können also in einem Muskelbereich entstehen, wobei sich die Ursache an einer ganz anderen Stelle befindet. Dem Pferdebesitzer fällt somit häufig das Symptom auf, das nicht zwangsläufig das Hauptproblem sein muss. Die Diagnostik (der Befund) ist ein wesentlicher Aspekt der osteopathischen Pferdetherapie, da diese den Behandlungs- und Genesungsweg vorgibt.
Ziel von TGT touchwell: das Lösen von körperlichen und mentalen Blockaden durch:
- Training (TGT-Bodenschule, Longieren, TGT-Reiten)
- Gezielte Behandlung (Osteopathie / manuelle Therapien, Massage, Fascientechniken, Laser etc.)
- Lösungsansätze mit dem Besitzer erarbeiten zum Abstellen der Ursachen (evtl. in Verbindung mit Schmied, Tierarzt, Heilpraktiker, Sattler etc.)
Störungen im Bewegungssystem können verursacht werden durch:
Das Überprüfen der Gelenkstellungen ist mit Bestandteil der TGT touchwell Befundung. Foto: Plamböck
- Verletzungen
(Tritt, Weideverletzung) - Mentale Empfindungen
(Verkrampfungen, Tonus-Anstieg der Muskeln) - Fehlbelastungen
(Hufstellung, Training) - Fehlbelastung / Exterieur
(Fehlstellungen / überbaut, vorbiegig, bodeneng, zehenweit) - Ausrüstung
(Sattel, Zäumungen, Hilfszügel, Sattelunterlagen, Regendecken) - Haltung
(Zustand innerhalb der Herde, hohe Boxenwände, Böden der Stallungen) - Fütterung
(Mangel an Mineralien, Vitaminen & Spurnelementen, Fütterung die „aufgast“) - Zahnprobleme
„Lebendigkeit des Gewebes verbessern“
Manche Muskelstörungen sind alltäglich, eher unbedenklich und können durch normales Training und korrektes Reiten abgestellt werden. Andere dagegen sind behandlungsbedürftig. Hier genügt es nicht, die Biomechanik in der Theorie zu betrachten, sondern das Pferd in seiner körperlichen Vielfältigkeit zu sehen und zu behandeln.
Im Humanbereich seit vielen Jahren etablierte Techniken werden auch in der osteopathischen Pferdetherapie verwendet. Muskeln, Bänder, Sehnen, Fascien und andere Gewebestrukturen werden über Fascientechniken, Dehnübungen, Massagen (beispielsweise Stresspunktmassage nach Jack Meagher) und weitere manuelle Therapien beweglich gemacht oder flexibel gehalten.
Das Ziel ist die Lebendigkeit von Gewebe zu verbessern. Dies ist beim jungen Pferd ebenso wichtig wie beim älteren. Einige Übungen und Techniken der TGT-touchwell- Therapie sind auch vom Pferdebesitzer durchzuführen.

Indikationen – wann ist eine osteopathische Behandlung ratsam?
Behandlungsablauf „TGT touchwell“













