Rassetypisch? Oder einfach anders als erwartet?
- TGT® Redaktion

- vor 3 Tagen
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Reitlehren bieten Standards – Pferde sind aber individuell sehr unterschiedlich
Prinzipiell kann man sagen, dass alle Pferde im Grundsatz gleich lernen können.Wer ausbildet und unterrichtet, der weiß aber aus Erfahrung, dass Pferde je nach Rasse sehr unterschiedliche Fähigkeiten, aber auch Handicaps besitzen. Und selbst innerhalb durchgezüchteter Rassen können Talent, Charakter und Bewegungsverhalten sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.
Dies sollten Pferdebesitzer, Ausbilder und Reiter sich immer vor Augen führen.
Theoretische Reitlehren oder Anleitungen vermitteln immer allgemeine Standards und zeigen Ideale auf – wie es sein sollte! Es ist die Rede von „dem Pferd“, dem „richtigen“ Tun und allgemeinen Begriffen wie „dem Schwung“, der „Losgelassenheit“ oder der „richtigen Anlehnung“.
Ein Iberer hat einen eher in die Höhe ausgerichteten Bewegungsablauf, während ein großrahmiger Warmblüter mit viel Schub eher für die Länge ausgerichtet ist. Oder ein kompaktes Pferd mit kurzem Rücken hat einen anderen Muskeltonus und nicht den gleichen Raumgriff in seinen Bewegungen wie ein Pferd mit langem Rücken.
Auch in Bezug auf das Temperament, die Nervenstärke und Reaktionsfähigkeit sowie Gehfreude und Motivationsbereitschaft gibt es zwischen den Rassen und sogar innerhalb derselben Rasse große individuelle Unterschiede.Das ist wichtig zu wissen: vor dem Pferdekauf, wenn man mehrere Pferde reitet, und natürlich besonders während der Jungpferdeausbildung oder während des schulenden Reitens eines „normalen“ Reitpferdes.
Typisch Araber, typisch Spanier, typisch Warmblut, typisch Haflinger – solche vereinfachten Einstufungen sind aber auch nicht hilfreich, weil sie zu sehr verallgemeinern.
Und wie bei „den Pferden“ ist es auch mit „den Reiterinnen und Reitern“ – in der realen Welt gibt es den idealen Standardreiter, der perfekt nach Lehrbuch reiten kann, nur selten.
Um effektiv zu lernen, sollte man als Reiterin oder Reiter den eigenen realen Ist-Zustand und den seines Pferdes als Ausgangssituation zugrunde legen.
Dabei kann ein erfahrener Ausbilder mit geschultem Blick von „außen“ am besten helfen, weil die eigene Wahrnehmung oft im Positiven wie im Negativen trügerisch sein kann.
Wichtig ist es also, zuerst eine möglichst sachliche „Bestandsaufnahme“ vorzunehmen und darauf einen individuellen Trainingsplan mit „maßgeschneiderten“ Übungen, erreichbaren Zwischenzielen und passenden Motivationsanreizen zu gestalten.
Wird dabei falscher Ehrgeiz außen vor gelassen, können alle Pferde Gelassenheit, Regelmäßigkeit, Durchlässigkeit und Zufriedenheit unter ihrem Reiter entwickeln.In welchem Grad, das hängt dann von der individuellen Reiter-Pferd-Kombination und deren tatsächlichen Fähigkeiten, Rahmenbedingungen und Zielen ab.
Peter und Rika Kreinberg unterrichten und coachen in ihren Präsenzkursen überall in Deutschland und in den Online-Seminaren Pferdeleute mit ihren Pferden auf der Basis dieses Konzepts.
Sie erkennen und benennen die Bedürfnisse und Möglichkeiten von Mensch und Pferd, fördern und coachen sie individuell und erstellen passende Trainingsplanungen.
Im Seminar „Reiten in Balance“ sind wichtige Lernschritte und Übungen sowie deren auf die jeweils eigene Situation zugeschnittene Nutzung detailliert aufgezeigt.
Gesunderhaltung, Freude an der Bewegung, Losgelassenheit und die Zufriedenheit von Pferd und Reiter stehen dabei immer im Fokus.
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