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Geduld ist wertvoll – Timing macht den Unterschied

  • Autorenbild: TGT® Redaktion
    TGT® Redaktion
  • vor 12 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Peter Kreinberg fördert mit "Freiheit in Grenzen" die Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd






Geduld mit Pferden bedeutet nicht, nichts zu tun. Es bedeutet, genau im richtigen Moment weniger zu tun.


Schönheit und Funktionalität im Reiten zu verbinden, ist ein Ziel, das viele teilen. Doch wie kommt man dorthin? Aus unserer Erfahrung gelingt das am ehesten im Rahmen einer Freiheit in geordneten Grenzen, nicht durch Drill oder Zwang. Damit meinen wir, dass sich Mensch und Pferd auf dem Weg zu einer funktionalen Sozialpartnerschaft mit Verhaltensregeln, Einschränkungen und auch Unbequemlichkeiten arrangieren, ohne ihre Natürlichkeit dabei aufzugeben.



Freiheit in Grenzen bedeutet für Pferdebesitzerinnen und -besitzer einerseits, sich die Freiheit zu nehmen, über ein Pferd zu bestimmen (wir haben es in unseren Stall geholt). Sie sollten sich dabei aber der Verantwortung bewusst sein, dass das Wohlbefinden ihres Pferdes von ihrer Sachkenntnis, ihrem Einfühlungsvermögen, ihrer Geduld und Selbstdisziplin, aber vor allem von ihrer Fähigkeit abhängig ist, sich einem Pferd verständlich mitzuteilen.


Aus dieser ethisch-moralischen Verpflichtung heraus erwächst die Notwendigkeit, den eigenen Wünschen, Erwartungen und Handlungen immer dann Grenzen zu setzen, wenn das Wohlbefinden eines individuellen Pferdes nachhaltig eingeschränkt werden könnte. Dazu gehört auch, die Würde des Tieres zu respektieren und es nicht zu instrumentalisieren oder gar zu versklaven.


Für die Pferde bedeutet Freiheit in Grenzen, dass sie sich mit ihrem angeborenen instinktiven Verhalten an neue Verhaltensregeln anpassen sollen. Diese Regeln sind ungewohnt und werden nicht sofort verstanden. Sie schränken ihre Bewegungs- und Entscheidungsfreiheiten ein, ohne dass sie zunächst einen Sinn oder einen Nutzen für sich darin erkennen. Das ist der wesentliche Unterschied zu den Regeln, die die Natur ihnen beim Leben in einer Herde und in freier Wildbahn vorgibt.


Zum Glück gibt es bewährte traditionelle Ausbildungs- und Reitsysteme, an denen man sich auch in heutiger Zeit orientieren kann, um dem Traum einer harmonischen und durch Leichtigkeit und Lockerheit geprägten Mensch-Pferd-Beziehung näher zu kommen.


Für uns beginnt der Weg mit der TGT® Bodenschule, die sich nicht allein an der Körpersprache orientiert, sondern von Anfang an die Berührungen über den Tastsinn (Halter, weich streifende Gerte usw.) in den Schwerpunkt der Verständigung bringt.


Warum? Wenn wir das Pferd später reiten möchten, sitzen wir im toten Winkel im Sattel. Das Pferd sieht uns dort nicht mehr. Wenn wir das Pferd nun hauptsächlich über Körpersprache schulen (also visuell, es sieht uns immer), dann ist für ihn damit nicht der Bezug zum Reiten vorbereitet. Wir bereiten die Pferde über Körperenergie, Position zum Pferd hin und Körperberührung vor. Im Sattel sind dann Berührungen mit Schenkel, Zügel, Gerte usw. nicht Gewohnheit, sondern verstanden und mit Körperbewegungen verknüpft. Trotz des toten Winkels fühlt es den Reiter weiter und versteht die Hilfen, es ist unter dem Sattel nicht allein gelassen.


Vor allem für junge Pferde, aber auch für Restarter oder gerittene Pferde kann diese Art der Bodenschule Verständnislücken schließen, und die Beziehung zum Pferd kann sich verbessern. Im Kreinberg.College kannst du dir die Gefühlvolle Bodenschule mit allen Details vom Führtraining bis zur anspruchsvollen Leitseilarbeit im Kurs ansehen und die Inhalte zuhause mit deinem Pferd Schritt für Schritt erarbeiten.


Geduld mit Pferden bedeutet auch, geduldig mit sich selbst zu sein, um all die für das Pferd wichtigen Fähigkeiten zu erlernen.


💡 Wie wichtig ist dir die Bodenschule?

Machst du Handarbeit oder Arbeit am Leitseil?


Wir freuen uns über ein Feedback.



Text: Rika Kreinberg / TGT GmbH

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